Diese Seite enthält Informationen zum Praktikum für Studierende des Fachbereichs Sprachwissenschaft. Diese sind besonders für Studierende des BA Sprachwissenschaft interessant. Nähere Informationen zum Pflichtpraktikum im MA-Studiengang Speech and Language Processing findet ihr hier.

Eine Liste von bei der Suche nach Praktika hilfreichen Links haben wir hier für euch zusammengestellt.

Außerdem haben wir eine Sammlung der seit 2010 durchgeführten Praktika im BA Sprachwissenschaft mit kurzen Erfahrungsberichten zusammengestellt. Diese darf gerne zu unseren Sprechzeiten in G102 eingesehen werden. Zudem werden auf der Informationswand vor G102 regelmäßig aktuelle Praktikumsausschreibungen ausgehängt.

Das 4. oder 5. Semester im BA-Studiengang Sprachwissenschaft soll entweder als Auslands- oder Praktikumssemester absolviert werden. Wer sich für ein Praktikum entscheidet, hat so vielfältige wie ausgefallene Möglichkeiten.

1. Praktika in der freien Wirtschaft

Generell sind Studenten der Sprachwissenschaft in der freien Wirtschaft vor allem in den Bereichen Marketing, Werbung, Pressearbeit, Öffentlichkeitsarbeit, PR, redaktionelle Arbeit, Übersetzung (auch maschinelle Übersetzung), Qualitätssicherung, Telekommunikation, Sprachunterricht und Projektmanagement als Praktikanten und Arbeitnehmer gefragt. Je nach Neigung, Interessen und Schwerpunkten des Studiums kann man aus einer recht ansehnlichen Menge von Praktika wählen. Kenntnisse in mindestens zwei europäischen Fremdsprachen sind häufig erwünscht bzw. gefordert. Die meisten Praktika haben eine Laufzeit von 3 bis 12 Monaten. Oft werden sie auch im europäischen und außereuropäischen Ausland und von internationalen Firmen und Stiftungen angeboten. Zudem vergeben große Unternehmen wie Tchibo oder die Deutsche Bank ständig Praktika an angehende Linguisten in den unterschiedlichsten Bereichen.

Der Career-Service der Universität Konstanz bietet seit einiger Zeit einen allgemeinen Praktikapool an, in dem sich auch Angebote für Linguisten finden lassen. An einem eigenen Praktikapool des Fachbereichs Sprachwissenschaft wird im Moment noch gearbeitet.

Interessante und nützliche Internetadressen für den praktikumssuchenden Studenten sind außerdem:
www.studserv.de/praktika/praktikum-sprachwissenschaft.php
www.academics.de

2. Praktika im medizinischen Bereich

In neurologischen Kliniken und Rehabilitationzentren sind Praktikumsplätze für Linguisten vorhanden, die sich für Klinische Linguistik, Neurolinguistik und Psycholinguistik interessieren. Große Klinikketten, die neurologische Rehabilitation anbieten, sind:

Die Median Kliniken, zu denen derzeit 32 Rehabilitationskliniken sowie zwei Krankenhäuser gehören. www.mediankliniken.de
Die Klinikgruppe Enzensberg, die acht Kliniken, ein Rehabilitationszentrum und ein Gesundheitszentrum in Deutschland sowie eine Klinik und ein Rehabilitationszentrum in der Schweiz betreibt. www.enzensberg.de
Die Asklepios-Kliniken, zu denen 48 Akutkliniken, sieben Rehakliniken, sieben akutnahe Rehakliniken sowie zwölf soziale Einrichtungen gehören. www.asklepios.com
Der BDH, der Bundesverband für Rehabilitation und Interessenvertretung Behinderter, betreibt drei neurologische Kliniken, eine neurologische Tagesklinik, ein neurologisches Rehabilitationszentrum, ein neurologisches Rehabilitationszentrum für Jugendliche und ein neurologisches Therapiezentrum. www.bdh-reha.de

Bewerbungen sollten an die jeweilige Klinik (Abteilung Sprachtherapie) gerichtet werden. Es ist durchaus üblich, dies per Email zu machen. Dokumente wie Zeugnisse o. Ä. werden meist nicht erwartet. Es genügt ein Anschreiben mit den wichtigsten persönlichen Angaben, den Wünschen über Dauer und Zeitraum des Praktikums und ein Foto.

3. Praktika an der Universität oder als Projektarbeit

Eine dritte Möglichkeit, sein Praktikum zu absolvieren, bietet sich auch an der Universität selbst. Viele Professoren und Doktoren des Fachbereichs bieten ihren Studenten Praktika im Hause an. Diese können entweder in Form einer Projektarbeit oder als Mitarbeit an einem Forschungsschwerpunkt absolviert werden. Für nähere Informationen solltet ihr euch an die Professoren selbst wenden, deren Forschungsschwerpunkte euch interessieren. Natürlich ist es auch hier von Vorteil, bereits ein oder mehrere Veranstaltungen bei diesen besucht zu haben, um eure Chancen zu erhöhen.

Vor allem im Bereich der Computerlinguistik ist es des Weiteren möglich, an einer anderen Uni (auch im Ausland) ein Projekt als Praktikum vom heimischen Schreibtisch aus durchzuführen. Hier kann man kleinere Forschungsprojekte bearbeiten und steht dabei in ständigem Email-Kontakt mit dem entsprechenden Institut oder der Universität.

4. Praktika im Ausland

Es gibt generell zwei Möglichkeiten für ein Auslandspraktikum: Einerseits bei Firmen und Sprachschulen und andererseits an Universitäten und Instituten.

Eine gute erste Anlaufstelle für die Praktikasuche im Ausland ist das Auslandsreferat. Dort kann man sich auch über Stipendien und Fahrtkostenzuschüsse erkundigen. Hier findet ihr eine Übersicht über die Möglichkeiten für Studierende und Absolventen der Uni Konstanz:
http://www.international.uni-konstanz.de/ins-ausland-aber-wie/praktika/

Eine wöchentliche Sprechstunde zum Thema Praktika findet während des Semesters jeden Freitag von 11-13 Uhr im SSZ statt.
E-Mail: international@uni-konstanz.de

Wenn man an einem ausländischem Institut oder einer Universität ein Praktikum absolvieren möchte, ist es oftmals nötig, über einen Professor bzw. Dozenten der Universität Konstanz (oder selbstverständlich jeder anderen Universität, an der man einen Dozenten oder Professor kennt) mit der Universität bzw. dem Institut Kontakt aufzunehmen. Die Dublin City University (DCU) bietet z.B. unbezahlte Praktika in ihrer School of Computing an. Frau Prof. Miriam Butt ist ein Ansprechpartner für Interessierte.

Einige Forschungseinrichtungen wie das lrc - localization research centre in Limerick, Ireland bieten, unter bestimmten Voraussetzungen, ebenfalls Praktika an. Auch hier ist es sinnvoll, sich über einen Professor der Uni Konstanz mit dem Institut in Verbindung zu setzen (auch für das lrc ist Miriam Butt Ansprechpartnerin).

Generell sollte man sich vorher gut über die entsprechende Hochschule oder das Institut (Forschungsschwerpunkte, Projekte, etc.) informiert haben und auch schon Ideen für ein Projekt mitbringen. Damit erhöht man in jedem Fall seine Chancen auf einen Praktikumsplatz.